Die Geschichte von den Pandabären

„Die Geschichte von den Pandabären“ von Matéï Visniec

Eine surreale Liebesgeschichte, ein reizvolles, poetisches Drama über das Wachsen einer Beziehung zwischen Alltag und Traumwelt. Ein schön geschliffener Kristall!

Ein Mann erwacht neben einer Frau. Er erinnert sich an nichts. Wer ist sie? Wie kommt sie hierher, in diesen Raum? Was haben sie miteinander zu tun? Beide verabreden sich für weitere neun Nächte, während derer sie sich immer weiter von der Realität entfernen. Sie verstricken sich in gegenseitigen Abmachungen, schweifen gemeinsam durch Kindheitserinnerungen, proben die Verständigung ohne Worte und das Zusammensein in Abwesenheit. Was wie ein billiges Boulevardstück beginnt, entwickelt sich so zu einer Haken schlagenden, surreal existenziellen Liebesgeschichte.

Vielleicht, aber auch eine Geschichte, in der Grenzen zwischen Sichtbarem und Unsichtbarem verwischen... Sie: Wir sollten vielleicht etwas unternehmen! Er: Was?...

Die Frau und der Mann, die eines Morgens gemeinsam in seinem Bett erwachen, sind sich fremd. Neun weitere Nächte folgen, in denen sie zueinander finden. Doch je vertrauter sie sich werden, desto fremder werden sie dem Publikum. In ihrer gemeinsam erschaffenen Sprache durchqueren sie die Räume ihrer Zweisamkeit, die sich auch in Form eigentümlicher Gegenstände auf der Bühne zu materialisieren beginnen. Bald aber entkörperlichen sich die Liebenden und steigen auf zum mutigen Flug; gestaltlos finden sie zur absoluten Vereinigung. Was sie hinterlassen, ist eine eindringliche Poesie der Bilder.

Der rumänische Autor Matèi Visniec gehört zu den meist gespielten Dramatikern seit dem Sturz des Ceausescu-Regimes. Seine Theaterstücke, die politisch geprägt sind, erfahren einen Wandel. Heute will Visniec "über die widernatürlichen Verhältnisse zwischen Mensch und Tod, Mensch und Unsterblichkeit, Mensch und Liebe, Mensch und Einsamkeit" schreiben.

 „Ich brauche dich nicht zu berühren, wir träumen denselben Traum.

Eine Koproduktion mit dem Teatrul National Radu Stanca/Sibiu in Rumänien.

 

Es spielen: Daniel Bucher, Kristin Henkel

Inszenierung: Ben Pascal

Visual Arts: Remo Rauscher

Aufführungsrechte: Theater Stück Verlag

 

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